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ICF-Grundlagen

 

Die Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) dient als länder- und fachübergreifende einheitliche Sprache zur Beschreibung des funktionalen Gesundheitszustandes, der Behinderung, der sozialen Beeinträchtigung und der relevanten Umgebungsfaktoren einer Person.

Die englischsprachige Originalausgabe wurde 2001 von der Weltgesundheitsorganisation veröffentlicht als "International Classification of Functioning, Disability and Health" © WHO 2001.
Weitere Informationen zu internationalen Fassungen der ICF finden Sie auf den ICF-Seiten der WHO.

Ausgangspunkt der offiziellen deutschsprachigen Fassung ist die Übersetzung eines Arbeitskreises aus ehrenamtlichen Mitarbeitern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die bereits deutsche Übersetzungen der Vorgänger-Klassifikation, ICIDH-2 beta1 und beta2, sowie die Anpassung und Ergänzung zur Endfassung der ICF vorgenommen haben. Der Arbeitskreis wird geleitet von PD Dr. Schuntermann vom Verband Deutscher Rentenversicherungsträger (VDR) und wird durch das BMG, das BMA und den VDR gefördert. Die Rechte an der deutschen Fassung des Arbeitskreises wurden auf die Bundesrepublik Deutschland - vertreten durch DIMDI - übertragen.

Die ICF gliedert sich in die Komponenten:

1) Struktur
Hier soll die Struktur des Körpers benannt werden, die die Funktionsstörung verursacht.

2) Funktion
Hier wird die Funktionsstörung benannt und quantifiziert.

3) Aktivität/Partizipation (Teilhabe)
Hier wird benannt, welche Einschränkungen im täglichen Leben und Arbeit auftreten und wie groß diese Einschränkung ist.

Beispiel:

Ein Patient hat sich an der Schulter verletzt und muss nach ICF klassifiziert werden.

Schritt 1: Klassifizierung der Struktur
s720 Struktur der Schulterregion

Schritt 2: Klassifizierung der Funktionsstörung
b710 Funktionen der Gelenkbeweglichkeit

Schritt 3: Klassifizierung von Aktivität/Partizipation
d445 Hand- und Armgebrauch
d475 Ein Fahrzeug führen
d510 Sich waschen
d640 Hausarbeiten erledigen

Zusätzlich wird bei der Klassifikation der Funktionsstörung und der Teilhabe/Partizipation das Ausmaß oder Größe des Problems nach folgendem Schema bestimmt:
xxx.0 Problem nicht vorhanden (ohne, kein, unerheblich ...) 0-4 %
xxx.1 Problem leicht ausgeprägt (schwach, gering ...) 5-24 %
xxx.2 Problem mäßig ausgeprägt (mittel, ziemlich ...) 25-49 %
xxx.3 Problem erheblich ausgeprägt (hoch, äußerst ...) 50-95 %
xxx.4 Problem voll ausgeprägt (komplett, total ...) 96-100 %
xxx.8 nicht spezifiziert
xxx.9 nicht anwendbar

Beispiel einer Klassifizierung
erläutert am Beispiel eines an der Schulter verletzten Patienten
s720 Körperstruktur Schulterregion
b710 .2  Die Gelenbeweglichkeit ist mäßig (um 25-49 %) eingeschränkt
d445.1 Der Hand-Armgebrauch ist leicht (um 5-24 %) eingeschränkt
d475.4 Der Patient kann kein Fahrzeug führen
d510.1 Der Patient hat leichte Einschränkungen beim "sich waschen"
d640.3 Der Patient hat erhebliche Einschränkungen beim Erledigen von Hausarbeiten.

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